Erinnern. Hinsehen. Haltung zeigen – Projekttag gegen Antisemitismus

Beim Projekttag gegen Antisemitismus setzten sich alle Klassen der Theodor-Haubach-Schule intensiv mit jüdischer Kultur, Religion und Geschichte auseinander. Alle Klassen unternahmen eine andere Aktivität zum Thema. Durch Besuche von Gedenkstätten, Mahnmalen und Stolpersteinen, Ausstellungen, Filme und Gespräche wurde deutlich: Erinnerung ist wichtig – und geht uns alle an.

Die Klasse 8.3 war beispielsweise in der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg. Dort wird das Schicksal jüdischer Menschen aus dem Bezirk Schöneberg erzählt. Fotos, Dokumente und persönliche Geschichten zeigen, dass jüdische Familien ganz selbstverständlich zum Leben im Kiez gehörten. Umso erschütternder ist es zu erfahren, wie viele Jüdinnen und Juden aus Schöneberg im Dritten Reich ausgegrenzt, deportiert, vertrieben und ermordet wurden. Die Ausstellung macht deutlich: Diese Geschichte ist nicht weit weg – sie hat direkt hier stattgefunden.

Im Anschluss unternahm die Klasse einen Rundgang durch das Bayerische Viertel. An verschiedenen Stationen lernten die Schülerinnen und Schüler, wie jüdisches Leben Schritt für Schritt entrechtet, diskriminiert und schließlich zerstört wurde. Die Auseinandersetzung mit den konkreten Orten machte die Vergangenheit besonders greifbar.

Als Theodor-Haubach-Schule ist uns dieses Thema besonders wichtig. Gerade heute, wo Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Stadt und in unserem Land wieder zunehmen, wollen wir nicht schweigen. Wir wollen erinnern, aufklären und Haltung zeigen.

Antisemitismus hat keinen Platz – nicht an unserer Schule und nicht in unserer Gesellschaft. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Respekt, Solidarität und Menschlichkeit.