
Wir erinnern uns an Theodor Haubach, der am 23. Januar 1945 von den Nationalsozialisten ermordet wurde. An unserer Schule ist diese Erinnerung lebendig: Ein Gedenkort und eine kleine Ausstellung machen deutlich, wofür Haubach stand – und warum sein Einsatz uns bis heute betrifft.

In diesem Jahr besuchte die Klasse 9.1 gemeinsam mit unserer Schulleiterin Frau Köhnen die Gedenkstätte Plötzensee. Dort, wo Haubach hingerichtet wurde, setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit seinem Leben auseinander. Als Journalist, SPD-Politiker und Mitglied des Kreisauer Kreises kämpfte er für Demokratie, Freiheit und Menschenwürde. Zusammen mit anderen Widerstandskämpfern dachte er über ein Deutschland nach, das nach der NS-Diktatur gerecht, frei und demokratisch sein sollte.
Heute erleben wir, dass diese Werte keine Selbstverständlichkeit sind. Demokratie funktioniert nur, wenn Menschen sie ernst nehmen, sich informieren und Position beziehen. Unsere Erinnerung an Theodor Haubach ist deshalb mehr als ein Gedenken an die Vergangenheit: Sie ist ein klares Zeichen für die Gegenwart. Wir schauen nicht weg. Wir sagen Nein zu Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Barbarei und Terror. Und wir stehen ein für eine Gesellschaft, in der Freiheit, Respekt und Menschlichkeit zählen – jeden Tag.